Gleichstellung von Mann und Frau

Gleichstellung von Mann und Frau

Die Gleichstellung von Frau und Mann

Seit 1949 im Grundgesetz, Artikel 3 Absatz 2 verankert.

Zu verdanken haben wir dies den vier Müttern des Grundgesetzes: Elisabeth Selbert, Friederike Nadig, Helene Wessel und Helene Weber, die, über Parteigrenzen hinweg, erfolgreich für die Festschreibung der Formulierung Männer und Frauen sind gleichberechtigt gekämpft haben.

1994 wurde der Artikel 3 des Grundgesetzes durch folgenden Zusatz ergänzt: „Der Staat fördert die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“. Mit dieser Formulierung wurde der Staat zur aktiven Frauenförderung verpflichtet und die Zulässigkeit von Frauenfördermaßnahmen ist seither garantiert. Seit 1996 hat das Saarland ein Landesgleichstellungsgesetz und das wurde 2015 bereits novelliert.

Rechtlich scheint alles bestens geregelt. Die Realität für Mädchen und Frauen sieht leider anders aus:

  • Erziehungs-, Pflege- und Hausarbeit werden in der Hauptsache von Frauen geleistet.
  • Mädchen erreichen im Schnitt zwar bessere Schulabschlüsse, finden aber seltener Zugang zu Berufen mit Zukunft und guten Verdienstmöglichkeiten. Frauen verdienen quer durch alle Branchen ca. ein Drittel weniger als Männer.
  • Fast ausschließlich Frauen arbeiten in ungeschützten Arbeitsverhältnissen, Mini-Jobs und Teilzeit.
  • Hochqualifizierte und beruflich erfolgreiche Frauen stoßen an die sogenannte gläserne Decke, d.h. nur äußerst selten gelangen sie in die echten Spitzenpositionen von Politik und Wirtschaft.
  • Frauen sind mit gesellschaftlichen Strukturen konfrontiert, die oft durch Abhängigkeit von Männern und Abwertung ihrer Persönlichkeit geprägt sind.
  • Körperliche und psychische Gewalt gegen Frauen (oft im nächsten sozialen Umfeld).
  • Der männliche Maßstab ist die Norm, deshalb spielen die spezifischen Interessen von Frauen und Mädchen bei politischen Entscheidungen kaum eine Rolle.

Die Kommunalen Frauenbeauftragten setzen sich für eine geschlechtergerechte Gesellschaft der Zukunft ein:

  • Kinder werden so erzogen und gebildet, dass Mädchen wie Jungen ihre Fähigkeiten entwickeln und ihre Persönlichkeit entfalten können.
  • Berufliches Engagement, Kinder und Familie sind mit der Übernahme öffentlicher Ämter gut vereinbar- und zwar für Männer und Frauen!
  • In allen gesellschaftlichen Bereichen werden die Interessen von Frauen und Mädchen selbstverständlich berücksichtigt.
  • Frauen müssen nicht männliche Normen erfüllen, um Erfolg und Anerkennung zu erhalten.
  • Männer sind gleichermaßen verantwortlich für Erwerbs- und Familienarbeit.

In einer geschlechtergerechten Gesellschaft haben Frauen und Männer die gleichen Chancen, die vorhandenen Ressourcen zu nutzen und auf die Gestaltung ihrer Lebensbedingungen vor Ort Einfluss zu nehmen.

Gleichberechtigung muss in allen Lebensbereichen verankert sein. In den letzten Jahren hat sich Einiges getan:

Wir bleiben weiter dran!